Hoi An, Vietnam · Da Nang, Vietnam
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Da Nang
Da Nang macht dir den Einstieg leicht. Vom Flughafen bis ans Meer sind es keine 15 Minuten, das Zentrum liegt flach am Han-Fluss, und der lange helle Strand My Khe beginnt gleich hinter der ersten Häuserreihe. Nach dem ersten Essen bleibt Zeit für die rosa Kathedrale, dann für ein paar Stunden am Wasser. Der Abend gehört dem Meeresfrüchtegrill und der Drachenbrücke.
Juli heißt Hitze und starke Sonne. Dünne Sachen, Kopfbedeckung, Sonnencreme ab Faktor 50 und mehr Wasser, als du für nötig hältst. In der Kathedrale und später in den Pagoden sollten Schultern und Knie bedeckt sein, ein leichtes Hemd im Rucksack löst das. Hol dir am Flughafen etwas Bargeld in Dong, viele kleine Läden und Strandbars nehmen keine Karte. Ins Wasser gehst du am besten vor 16 Uhr, danach frischt der Wind auf.
Grab funktioniert in Da Nang zuverlässig und rechnet vorab ab, für Auto wie für Roller. Alternativ die grünen Taxis von Mai Linh mit Taxameter. Vom Flughafen an den Strand sind es rund fünf Kilometer, innerhalb der Stadt zahlst du für die meisten Fahrten wenig. Zwischen Bach Dang, Kathedrale und Flussufer läufst du bequem, für den Weg über die Brücke zum Strand nimmst du besser ein Auto.
Die Feuershow der Drachenbrücke gibt es nur samstags und sonntags um 21 Uhr, dazu an Feiertagen. Steh rechtzeitig am Ostufer nahe dem Drachenkopf, die Brücke wird vorher für den Verkehr gesperrt und füllt sich schnell. Nach dem Feuer kommt Wasser, wer ganz vorne steht, wird nass. Beim Meeresfrüchtelokal wählst du lebend aus dem Becken und zahlst nach Gewicht, frag nach dem Kilopreis, bevor der Fisch auf den Grill kommt.
Da Nang International Airport
Der internationale Flughafen von Da Nang liegt ungewöhnlich zentral, nur wenige Kilometer westlich des Han-Flusses, und ist das wichtigste Drehkreuz für Zentralvietnam.
Madame Lan Restaurant
Ein weitläufiges Restaurant im gelben Kolonialstil am Ufer des Han, benannt nach der Frau, die es aufgebaut hat.
Da Nang Cathedral (Con Ga Church)
Die rosa gestrichene katholische Kathedrale von Da Nang, im Volksmund Con Ga, also Hahnenkirche.
My Khe Beach
Ein mehrere Kilometer langer, flach abfallender Sandstrand direkt östlich der Stadt, der an der Uferstraße Vo Nguyen Giap entlangläuft.
Be Man Seafood
Ein großes Meeresfrüchtelokal im Osten von Da Nang, in dem Fisch, Garnelen und Muscheln lebend aus Becken gewählt werden.
Dragon Bridge fire show
Eine 666 Meter lange Straßenbrücke über den Han in Form eines gelben Drachens, die am Wochenende Feuer und Wasser speit.
Hoi An
Die Altstadt ist klein genug, um sie an einem Tag zu Fuß abzugehen, und dicht genug, dass du dabei alle zehn Meter stehen bleibst. Morgens gehören die Gassen den Anwohnern, mittags den Reisegruppen, abends den Lampions. Zwischen Kaffee über den Ziegeldächern, der überdachten Brücke und einer Anprobe beim Schneider bleibt genug Luft für eine lange Pause in der heißesten Zeit.
Für die Altstadt gibt es ein Ticket, mit dem du eine feste Zahl der historischen Häuser, Versammlungshallen und Museen betreten kannst. Verkauft wird es an den Ständen an den Zugängen. Für Gassen, Läden und Restaurants brauchst du keines. Zwischen 12 und 15 Uhr steht die Hitze in den Gassen, leg die Anprobe oder ein langes Essen in diese Zeit. Beim Schneider gilt, dass du dich früh messen lassen solltest, sonst wird die erste Anprobe am selben Tag knapp. Und nimm Schuhe, die nass werden dürfen, im Juli fällt der Regen kurz und heftig.
Von Da Nang nach Hoi An sind es rund 30 Kilometer, mit Grab oder Taxi etwa 40 Minuten. In der Altstadt fährt tagsüber nichts, alles liegt in höchstens zehn Gehminuten. Über den Fluss kommst du zu Fuß über die Brücken oder mit einem der kleinen Boote. Fahrräder leihen viele Unterkünfte kostenlos aus, für den Abend lohnt sich das nicht, weil die Gassen dann voll sind.
In den Versammlungshallen der chinesischen Gemeinden wird bis heute geopfert, also leise bleiben und die Altäre nicht blockieren. Beim Schneider ist Handeln üblich, aber im Rahmen, und der Preis hängt am Stoff, nicht am Modell. Die Kerzenboote kaufst du am besten direkt bei den Frauen, die sie falten. Einmal im Monat, in der Vollmondnacht des Mondkalenders, schaltet die Altstadt das elektrische Licht ab und leuchtet nur mit Lampions.
Faifo Coffee
Ein Café in einem schmalen Altstadthaus an der Tran Phu, mit Dachterrasse über den Ziegeldächern von Hoi An.
Japanese Covered Bridge
Eine überdachte Holzbrücke mit kleinem Tempel im Inneren, das Wahrzeichen von Hoi An.
Yaly Couture tailor fitting
Eine der größten Maßschneidereien von Hoi An, mit mehreren Häusern in und am Rand der Altstadt.
Cao Lau lunch, Morning Glory
Ein Restaurant für zentralvietnamesische Straßenküche in einem Altstadthaus an der Nguyen Thai Hoc.
The Cargo Club riverside dinner
Ein Restaurant mit Konditorei am Flussufer der Altstadt, mit Terrasse über dem Thu Bon.
Lantern night & boat
Die abendliche Lampionbeleuchtung der Altstadt, dazu Kerzenboote und Sampans auf dem Thu Bon.
Ba Na Hills
Ba Na Hills ist ein Freizeitpark auf gut 1.400 Metern, kein Bergdorf, und wer das weiß, hat einen guten Tag. Die Seilbahn ist die Attraktion, die Goldene Brücke das Bild, der Rest ist ein französisches Fantasiedorf mit Gärten, Kirche, Weinkeller und Fahrgeschäften. Oben ist es rund zehn Grad kühler als am Meer, und die Wolke zieht im Minutentakt auf und wieder weg.
Sei um 7:30 Uhr an der Talstation Suoi Mo, dann stehst du vor 9 Uhr auf der Brücke und hast sie halb leer. Ab 10 Uhr kommen die Busse. Das Ticket gilt für Seilbahn und Park, die Fahrgeschäfte im Fantasy Park sind meist enthalten, Essen nicht. Nimm eine leichte Jacke oder ein langärmeliges Hemd mit, oben ist es feucht und windig, dazu Schuhe mit Profil für die vielen Treppen. Rechne damit, dass die Sicht ganz weg sein kann. Dann wartest du eine halbe Stunde in den Gärten, oft reißt es wieder auf.
Von Da Nang zur Talstation sind es rund 35 Kilometer und etwa 45 Minuten. Grab fährt hin, für den Rückweg am Nachmittag ist ein vorbestellter Wagen oder ein wartender Fahrer die sicherere Wahl, weil an der Talstation abends wenige Autos frei sind. Oben verbinden mehrere Seilbahnlinien und eine Standseilbahn die Bereiche, Karten hängen an jeder Station.
Der Park gehört zu einer vietnamesischen Freizeitkette, das Publikum ist überwiegend vietnamesisch und koreanisch. Für Fotos auf der Brücke stellen sich alle in einer lockeren Schlange an, warte kurz, dann bekommst du deinen Platz am Geländer. In den Restaurants oben zahlst du Parkpreise. Wer sparen will, isst unten in Da Nang und nimmt oben nur einen Kaffee.
Ba Na Hills cable car
Eine Seilbahn von der Talstation Suoi Mo hinauf auf den Ba-Na-Kamm, mit einem Höhenunterschied von rund 1.370 Metern.
Golden Bridge (Cau Vang)
Eine 150 Meter lange, goldfarbene Fußgängerbrücke auf dem Ba-Na-Kamm, die von zwei überlebensgroßen steinernen Händen getragen scheint.
Le Jardin d'Amour gardens
Eine Anlage aus neun Themengärten im französischen Stil auf dem Ba-Na-Kamm, mit Formschnitt, Rosen und einer kleinen Kapelle.
French Village lunch
Ein nachgebautes französisches Dorf auf dem Ba-Na-Kamm, mit Platz, Kirche, Hotel und Restaurants.
Debay Wine Cellar
Ein von den Franzosen in den Fels getriebener Weinkeller auf dem Ba-Na-Kamm, heute mit Verkostungsbar am Ende des Stollens.
Lam Vien Restaurant dinner
Ein Restaurant in einer Holzvilla mit Garten und Lotusteich im Osten von Da Nang, nahe My Khe.
Da Nang
Vormittags Höhlen, nachmittags Aussicht. Die Marmorberge sind fünf Hügel, begehbar ist vor allem der Thuy Son, der Wasserberg, mit Pagoden, Aussichtspunkten und der großen Höhle Huyen Khong. Danach eine Schüssel Mi Quang, das Nudelgericht der Region, und über die Brücke auf die Halbinsel Son Tra, wo die 67 Meter hohe Figur der Linh-Ung-Pagode aufs Meer schaut.
Geh so früh wie möglich, im Berg ist es feucht und schwül, und ab Mittag steht die Hitze in den Treppen. Rutschfeste Schuhe sind hier keine Übertreibung, die Marmorstufen sind abgelaufen und glatt. Der Aufzug an der Westseite spart dir die erste lange Treppe, kostet extra und lohnt sich. Berg und Aufzug werden getrennt bezahlt, die Am-Phu-Höhle ebenfalls. In den Pagoden sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Nimm Wasser mit, oben gibt es nur wenige Stände.
Von der Innenstadt zu den Marmorbergen sind es rund neun Kilometer nach Süden, mit Grab keine 20 Minuten. Von dort zur Linh-Ung-Pagode auf Son Tra fährst du etwa 45 Minuten quer durch die Stadt und den Berg hinauf. Roller sind in Da Nang die schnellste Variante, die Auffahrt auf Son Tra ist steil und kurvig, mit dem Auto entspannter. Für die Rückfahrt vom Berg lohnt es sich, den Fahrer warten zu lassen.
Die Steinmetzdörfer am Fuß des Bergs arbeiten seit Generationen mit Marmor, der Stein kommt allerdings längst aus anderen Provinzen, weil der Abbau am Berg verboten ist. In den Werkstätten wirst du freundlich angesprochen, ein Nein reicht. In der Am-Phu-Höhle geht es um die buddhistische Vorstellung von Hölle und Himmel, die Darstellungen sind drastisch und für kleine Kinder nicht ideal.
43 Factory Coffee Roaster
Eine Spezialitätenrösterei mit Café in einem umgebauten Hallenbau im Osten von Da Nang.
Marble Mountains (Ngu Hanh Son)
Fünf Marmor- und Kalksteinhügel südlich von Da Nang, durchzogen von Höhlen mit buddhistischen Schreinen. Erschlossen ist vor allem der Thuy Son.
Am Phu Cave
Eine große Höhle am Fuß der Marmorberge, in der die buddhistischen Vorstellungen von Hölle und Himmel als Figurengruppen dargestellt sind.
Mi Quang Ba Mua lunch
Ein einfaches Lokal in Da Nang, spezialisiert auf Mi Quang, das Nudelgericht der Provinz Quang Nam.
Lady Buddha, Linh Ung Pagoda
Eine Pagodenanlage auf der Halbinsel Son Tra mit einer 67 Meter hohen Statue der Bodhisattva Quan Am, die aufs Meer blickt.
Quan Tran dinner
Ein Lokal in Da Nang, das sich auf Banh Trang Cuon Thit Heo spezialisiert hat, die selbst gerollten Reispapierrollen mit gekochtem Schweinefleisch.
Hue
Das ist der lange Tag. Rund 100 Kilometer pro Richtung, dazwischen die Kaiserstadt, die Thien-Mu-Pagode über dem Parfümfluss und das Grab von Khai Dinh. Der Hinweg über den Hai-Van-Pass ist der schönere, der Rückweg durch den Tunnel der schnellere. Wenn du nur ein Kaisergrab schaffst, dann Khai Dinh, es schlägt alle anderen an Übertreibung.
Start um 7 Uhr, sonst stehst du zur heißesten Zeit in der Zitadelle, wo es kaum Schatten gibt. Hut, Sonnencreme, zwei Flaschen Wasser. Für die Pagode Schultern und Knie bedecken. Nimm einen Fahrer für den ganzen Tag, das ist zu zweit kaum teurer als einzelne Fahrten und du kannst am Pass halten. Zitadelle und Gräber kosten je einzeln Eintritt, es gibt auch Kombitickets. Oben am Pass ist es windig und deutlich kühler als unten.
Da Nang bis Hue sind etwa 100 Kilometer. Über den Pass dauert es mit Fotostopp gut zweieinhalb Stunden, durch den mautpflichtigen Hai-Van-Tunnel knapp zwei. In Hue liegen Zitadelle und Pagode nah beieinander, das Grab von Khai Dinh rund zehn Kilometer südlich. Auf dem Rückweg passt der Halt in Lang Co gut, er liegt direkt an der Strecke. Rechne damit, spät zurück zu sein.
Hue tickt anders als Da Nang, ruhiger, konservativer, mit einer eigenen Küche, die aus der Hofküche der Nguyen kommt und in vielen kleinen Portionen serviert wird. In der Zitadelle stehen restaurierte Hallen neben leeren Fundamenten, weil bei den Kämpfen 1968 der größte Teil des Palastbezirks zerstört wurde. Die Tafeln erklären das nüchtern, viele Besucher gehen daran vorbei. Nimm dir Zeit für den leeren Teil, er sagt mehr als der wiederaufgebaute.
Hai Van Pass (Hai Van Quan)
Ein Pass auf rund 500 Metern, wo sich ein Ausläufer der Truong-Son-Kette bis ans Meer schiebt und die alte Straße zwischen Da Nang und Hue über den Grat führt.
Imperial City of Hue (Dai Noi)
Der ummauerte Palastbezirk der Nguyen-Kaiser in Hue, mit Zitadelle, Zeremonienhallen und den Resten der Verbotenen Purpurnen Stadt.
Hanh Restaurant lunch
Ein einfaches, seit Jahrzehnten bekanntes Lokal in Hue, das die kleinen Reisküchlein der Stadt als Set serviert.
Thien Mu Pagoda
Das älteste Kloster von Hue, auf einem Hügel über dem Parfümfluss, mit dem siebenstöckigen Turm Phuoc Duyen als Wahrzeichen.
Tomb of Khai Dinh
Das Grabmal des vorletzten Nguyen-Kaisers Khai Dinh, an einen Hang südlich von Hue gebaut, außen Beton, innen Mosaik.
Lang Co seafood dinner, Be Than
Ein Meeresfrüchtelokal auf Pfählen über der Lap-An-Lagune bei Lang Co, zwischen Hai-Van-Pass und Hue.
Da Nang
Der letzte Tag hat genau eine Aufgabe, nichts zu verpassen und trotzdem entspannt zum Flughafen zu kommen. Morgens An Bang, der Strand von Hoi An, ruhiger und weniger verbaut als die Hotelzeile in Da Nang. Danach Frühstück am Sand, ein Banh Mi zum Mitnehmen und ein letzter Gang über den Han-Markt für Lampions, getrocknete Mango und Kaffee.
Pack am Vorabend und nimm den Koffer gleich mit, statt noch einmal ins Hotel zu fahren, das spart eine ganze Strecke. Badesachen obenauf, Handtücher bekommst du im Strandlokal. Für den Markt lohnt sich Bargeld in kleinen Scheinen. Am Terminal solltest du zwei Stunden vor Abflug sein, die internationale Halle ist kompakt und füllt sich in Wellen. Kaffeebohnen im Gepäck sind unkritisch, frische Lebensmittel je nach Zielland nicht.
An Bang liegt gut vier Kilometer nordöstlich der Altstadt von Hoi An, Banh Mi Phuong mitten drin. Von Hoi An zum Flughafen Da Nang sind es rund 30 Kilometer und je nach Verkehr 40 bis 55 Minuten. Der Han-Markt liegt in der Innenstadt von Da Nang, von dort sind es keine 15 Minuten zum Terminal. Bestell den Wagen für die Flughafenfahrt vor, mittags ist in der Innenstadt viel los.
Am Han-Markt wird gehandelt, freundlich und in kleinem Rahmen. Nenn einen Preis bei etwa zwei Dritteln und einige dich in der Mitte. Lampions gibt es zusammengeklappt, Kaffee nimmst du besser als ganze Bohne statt als fertige Mischung mit Zucker. Wer noch Dong übrig hat, gibt sie hier aus, am Flughafen ist der Wechselkurs schlecht.
Morning at An Bang Beach
Der Hauptstrand von Hoi An, gut vier Kilometer nordöstlich der Altstadt, mit flachem Sand und einer Reihe einfacher Strandlokale.
Soul Kitchen brunch
Ein Bar-Restaurant mit Garten direkt am Strand von An Bang, eine der ältesten Adressen dort.
Banh Mi Phuong
Ein Banh-Mi-Laden in der Altstadt von Hoi An, bekannt für die Version mit Pate und mehreren Sorten Aufschnitt.
Han Market souvenirs
Der zentrale alte Markt von Da Nang am Westufer des Han, zweigeschossig, mit Lebensmitteln unten und Textilien oben.
Da Nang Airport, fly out
Das internationale Terminal des Flughafens Da Nang, wenige Kilometer westlich der Innenstadt und direkt neben dem Inlandsterminal.
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