Split, Croatia
Roman ruins, beaches, islands, seafood
Old Town, Split
Der Vormittag gehört ganz dem Palast. Vom Kaffee in einer Seitengasse geht es zum Peristyl, hinunter in die Kellergewölbe und danach auf den Glockenturm der Kathedrale. Gegen Mittag wird es in den Gassen voll und heiß, deshalb liegt das lange Essen in der Villa Spiza genau richtig. Nachmittags flacht das Tempo ab, die Riva übernimmt, und der Abend endet ein paar Schritte dahinter bei Bokeria.
Der Marmor in den Gassen ist blank poliert und rutschig, Sandalen mit Profil sind besser als glatte Sohlen. In der Kathedrale sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Die Turmtreppe ist eng und teils offen, bei Höhenangst bleibst du besser unten. Die Villa Spiza nimmt keine Reservierungen an, du bist also entweder kurz nach dem Öffnen da oder du wartest. Für Bokeria reservierst du am besten schon am Vortag. Bezahlt wird in Euro, Karte funktioniert fast überall.
Alles liegt an diesem Tag in Gehweite, kein Bus, kein Taxi. Von D16 sind es wenige Minuten zum Peristyl, die Kellergewölbe liegen direkt darunter, und der Turm steht am selben Platz. Zur Villa Spiza gehst du Richtung Grünmarkt, gut fünf Minuten. Die Riva schließt südlich an die Palastmauer an, du trittst praktisch aus dem Palast direkt auf die Promenade. Bokeria liegt eine Querstraße dahinter.
Der Palast ist kein Museum, sondern ein Wohnviertel. Hinter den Fensterläden hängt Wäsche, Kinder spielen auf antikem Pflaster, und in der Mittagszeit sind viele Innenhöfe einfach privat. Im Vestibül singen oft Klapa-Gruppen, weil die offene Kuppel den mehrstimmigen Gesang trägt, ein paar Münzen sind dabei üblich. Und wundere dich nicht über das Tempo. Fjaka, die dalmatinische Kunst des sehr bewussten Nichtstuns, ist hier ein ernst gemeinter Begriff.
D16 Coffee
Kleine Specialty-Coffee-Rösterei mit Café in einer Seitengasse innerhalb des Diokletianpalasts.
Diocletian's Palace
Ein römischer Palastkomplex von rund 300 nach Christus, in dem heute gewohnt, gearbeitet und gewirtet wird.
Cathedral of St. Domnius
Die Kathedrale von Split, ein achteckiger antiker Bau am Peristyl mit freistehendem Glockenturm.
Villa Spiza
Winzige Konoba nahe dem Grünmarkt, in der täglich das gekocht wird, was Markt und Fang hergeben.
Riva waterfront
Die palmengesäumte Uferpromenade von Split, direkt vor der Südfassade des Diokletianpalasts.
Bokeria Kitchen & Wine Bar
Modernes mediterranes Restaurant mit Weinbar, eine Querstraße hinter der Riva.
Marjan, Split
Ein Vormittag im Kiefernschatten und ein Nachmittag im Wasser. Über die Treppen von Varoš geht es hinauf zur Vidilica, weiter über den Rücken des Marjan Richtung Telegrin und dann hinunter zur Galerie von Ivan Meštrović. Ab dem frühen Nachmittag passiert nichts mehr außer Baden, Essen und Schatten suchen, abends kochen sie dir in Varoš den Fischeintopf dazu.
Badesachen und Handtuch von Anfang an dabeihaben, sonst läufst du den Berg zweimal. Kašjuni ist Kiesstrand, Badeschuhe machen den Einstieg ins Wasser deutlich angenehmer. Dazu Sonnencreme, Kappe und mindestens ein Liter Wasser pro Person, oben am Marjan gibt es unterwegs kaum etwas zu kaufen. Für den Aufstieg vor zehn Uhr losgehen, danach steht die Sonne voll auf dem Hang. Die Galerie hat montags meist geschlossen, das prüfst du besser vorher.
Von der Altstadt sind es rund fünfzehn Minuten Treppensteigen bis zur Vidilica, danach läuft der Kamm angenehm flach weiter. Von der Galerie hinunter nach Kašjuni geht es an der Küstenstraße entlang, etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten bergab und ohne viel Schatten. Zurück in die Stadt bist du mit dem Taxi in zehn Minuten, zu Fuß brauchst du gut vierzig. Zur Konoba Fetivi in Varoš ist es vom Zentrum aus nur ein kurzer Weg.
Der Marjan ist der Hausberg der Stadt, und die Einheimischen behandeln ihn auch so. Morgens läuft halb Split hier oben, sonntags kommen Familien mit Kindern und Picknick. Zwischen den Kiefern stehen mittelalterliche Einsiedlerkapellen, an denen du ohne Hinweisschild vorbeiläufst. Beim Abendessen wird Fisch nach Gewicht abgerechnet. Frag ruhig nach dem Kilopreis, bevor du bestellst, das ist völlig normal und niemand nimmt es krumm.
Teraca Vidilica
Café mit Terrasse am ersten Aussichtspunkt des Marjan, oben am Ende der Treppen von Varoš.
Marjan Hill
Bewaldete Halbinsel im Westen von Split mit Wegen, Kapellen und Badebuchten, höchster Punkt ist der Telegrin auf 178 Metern.
Ivan Mestrovic Gallery
Galerie in der ehemaligen Villa des Bildhauers Ivan Meštrović an der Südküste des Marjan, mit Skulpturengarten.
Joe's Beach Lounge Bar
Strandbar mit Küche und Liegen direkt an der Kiesbucht von Kašjuni unter dem Marjan.
Kasjuni Beach
Kiesbucht an der Südseite des Marjan, rund zwei Kilometer westlich der Altstadt von Split.
Konoba Fetivi
Familiengeführte Konoba im alten Viertel Varoš, wenige Tische, dalmatinische Fischküche.
Trogir, Croatia
Früh raus, weil das Boot früh fährt. In Trogir stehst du zuerst vor dem Steinportal der Kathedrale, danach geht es auf den Glockenturm und weiter zur Festung Kamerlengo an der Inselspitze. Mittags verschwindest du in eine Gasse zum Essen, nachmittags gehört die Zeit der Riva und den Gassen dahinter. Vor der Rückfahrt noch ein Abendessen am Wasser.
Das Boot fährt nur in der Saison und bei passendem Wetter, den Fahrplan checkst du am Abend vorher. Als Alternative fährt der Bus 37 vom Vorort-Busbahnhof regelmäßig über den Flughafen nach Trogir und braucht auch etwa eine Stunde. Für den Glockenturm und die Kathedrale gilt bedeckte Kleidung, der Aufstieg ist eng. In Kamerlengo gibt es fast keinen Schatten, deshalb passt die Festung besser vor als nach dem Mittagessen. Und plane die letzte Verbindung zurück fest ein, spätabends fährt weder Boot noch Bus im Takt.
Die Anreise mit dem Boot ab der Riva dauert gut eine Stunde und ist die schönere Variante, weil du die Bucht von Kaštela vom Wasser aus siehst. In Trogir selbst brauchst du keinerlei Verkehrsmittel, die Altstadt ist eine Insel von wenigen Hundert Metern Länge, alles liegt in fünf Gehminuten. Zwei Brücken verbinden sie mit dem Festland und mit Čiovo. Für den Rückweg nimmst du entweder das Abendboot oder den Bus.
Die Altstadt steht seit 1997 auf der UNESCO-Welterbeliste, und zwar als Ganzes, nicht wegen eines einzelnen Gebäudes. Griechen aus Vis gründeten den Ort im 3. Jahrhundert vor Christus, Venedig prägte später die Fassaden, die du heute siehst. Das merkst du an den Details, an den Löwen über den Türen und an den Fensterrahmen. Tagsüber ist es voll, weil die Busgruppen kommen, gegen sechs kippt die Stimmung, und die Stadt gehört wieder denen, die dort wohnen.
Bura Line boat to Trogir
Saisonale Passagierboot-Verbindung von der Riva in Split nach Trogir, entlang der Bucht von Kaštela.
Cathedral of St. Lawrence
Die Kathedrale von Trogir am Hauptplatz der Altstadt, romanisch begonnen, mit einem Glockenturm aus mehreren Jahrhunderten.
Kamerlengo Fortress
Venezianische Festung aus dem 15. Jahrhundert an der Westspitze der Altstadtinsel von Trogir.
Konoba Trs
Konoba aus Stein und Holz in einer Seitengasse von Trogir, mit einem von Weinreben überwachsenen Hof.
Trogir Riva
Uferpromenade an der Südseite der Altstadtinsel von Trogir, gegenüber der Brücke nach Čiovo.
Restaurant Concordia
Fischrestaurant an der Riva von Trogir, mit Terrasse direkt zum Wasser.
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