Paris, France
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1st arrondissement, Paris
Der erste Tag bleibt fast komplett im 1. Arrondissement. Du startest mit einem Espresso in den Arkaden des Palais Royal und gehst dann direkt in den Louvre, solange es morgens noch geht. Zweieinhalb Stunden reichen für den Denon-Flügel und ein paar Umwege, mehr schafft an einem Tag ohnehin niemand. Nach dem langen Mittagessen mit Blick auf die Pyramide wird das Tempo ruhiger. Die Tuilerien sind eher Pause als Programm. Danach wechselst du über die Seine ins Musée d'Orsay, wo das Nachmittagslicht durch das große Uhrenfenster fällt. Am Abend Saint-Germain, Austern oder Omelett, und ein Tisch, an dem man sitzen bleibt.
Der Louvre ist dienstags geschlossen, das Musée d'Orsay montags. Beide Tickets buchst du besser vorab online mit fester Uhrzeit, das spart an einem Augusttag locker eine Stunde. Der Eingang Carrousel du Louvre im Untergeschoss hat fast immer die kürzere Schlange als die Pyramide. Große Rucksäcke musst du an der Garderobe abgeben, nimm also nur eine kleine Tasche mit. Für das Café Marly reservierst du am besten ein paar Tage vorher und bittest um einen Tisch am Geländer. In den Museen läufst du mehr, als du denkst, gute Schuhe sind wichtiger als ein schönes Outfit. Trinkflasche einpacken, in Paris stehen überall die grünen Wallace-Brunnen zum Nachfüllen.
Der ganze Tag funktioniert zu Fuß. Vom Palais Royal bis zum Carrousel-Eingang sind es keine fünf Minuten. Das Café Marly liegt im Louvre-Gebäude selbst, du gehst also nur durch den Hof. Von dort in die Tuilerien direkt nebenan, und quer durch den Garten bis zur Fußgängerbrücke vor dem Musée d'Orsay sind es etwa 15 Minuten. Zurück nach Saint-Germain läufst du am Fluss entlang rund 20 Minuten, sonst nimmst du ab Solférino die Metro-Linie 12.
Ein „bonjour“ beim Betreten eines Cafés ist in Paris keine Floskel, sondern die Bedingung dafür, dass die Bedienung freundlich bleibt. Im Louvre fotografieren alle die Mona Lisa. Du siehst mehr, wenn du dich vorher durch die französische Malerei im Denon-Flügel treiben lässt und erst danach in den Saal gehst. Die grünen Stühle in den Tuilerien darfst du überall hinstellen, die Pariser machen es genauso. Und in einer Brasserie wie den Deux Magots zahlst du den Platz mit. Auf der Terrasse kostet ein Kaffee deutlich mehr als an der Theke, wer das vorher weiß, ärgert sich nicht über die Rechnung.
Cafe Kitsune Palais Royal
Ein Café der französisch-japanischen Marke Maison Kitsuné in den Arkaden des Palais Royal, bekannt für Matcha und kräftigen Espresso zum Mitnehmen.
Louvre Museum
Das größte Museum der Welt, mit Sammlungen vom Alten Ägypten über die Antike bis zur europäischen Malerei des 19. Jahrhunderts.
Cafe Marly
Ein Restaurant unter den Arkaden des Richelieu-Flügels, dessen Terrasse auf den Innenhof des Louvre und die Glaspyramide schaut.
Tuileries Garden
Ein großer Garten zwischen Louvre und Place de la Concorde, mit Kiesalleen, Skulpturen und zwei runden Wasserbecken.
Musee d'Orsay
Ein Museum für Kunst zwischen 1848 und 1914, mit einer der dichtesten Sammlungen impressionistischer Malerei überhaupt.
Les Deux Magots
Ein Café und eine Brasserie an der Place Saint-Germain-des-Prés, seit über hundert Jahren an derselben Adresse.
7th arrondissement, Paris
Nach dem Louvre-Marathon von gestern geht es heute nach draußen. Der Morgen beginnt auf der Rue Cler, wo die Marktstände gerade aufmachen, danach der kurze Weg zum Eiffelturm und der erste große Blick über die Stadt. Mittags Picknick auf dem Champ de Mars, der Turm direkt über dir. Der Nachmittag im Musée Rodin ist der ruhigste Teil des Tages, dort redet vor allem der Garten. Am Abend gehst du bei tiefer Sonne die Seine entlang bis zur Fußgängerbrücke am Musée d'Orsay und lässt den Tag bei Bistroklassikern ausklingen. Morgen früh geht es nach Montmartre hinauf, heute darf das Abendessen trotzdem lang werden.
Der Eiffelturm ist der einzige Punkt des Tages, an dem Planung wirklich zählt.
Feste Schuhe sind Pflicht, zwischen Rue Cler, Turmgelände, Wiese und Flussufer kommen bis zum Abend gut sechs Kilometer zusammen. Das Café Constant nimmt keine Reservierungen, sei also gegen 19:45 Uhr da. Und pack eine leichte Jacke ein, am Wasser zieht es auch im August, sobald die Sonne tiefer steht.
Heute brauchst du keine Metro. Vom Café du Marché zum Eiffelturm sind es rund 16 Minuten zu Fuß, vom Turm zur Picknickwiese noch einmal neun. Der längste Weg des Tages führt zum Musée Rodin, etwa 26 Minuten, plane den ein, wenn das Picknick länger dauert. Vom Museum zur Seine sind es 14 Minuten, und vom Ende des Abendspaziergangs bis zum Café Constant nur vier.
Auf der Rue Cler grüßt du erst und zeigst dann auf das Gebäck, in dieser Reihenfolge. Am Eiffelturm gibt es eine Sicherheitskontrolle, sei ein paar Minuten vor deinem Zeitfenster da und nicht punktgenau. Picknicken auf dem Champ de Mars ist völlig normal, nur den Müll bitte wieder mitnehmen, die Papierkörbe sind an Sonnentagen früh voll. Rund um den Turm bieten dir Verkäufer Miniaturtürme und Armbänder an, ein freundliches „non merci“ reicht, stehen bleiben nicht. Abends funkelt der Turm zur vollen Stunde ein paar Minuten lang, dafür lohnt es sich, im Gras sitzen zu bleiben.
Cafe du Marche
Ein Nachbarschaftscafé an der Rue Cler im 7. Arrondissement, mit Frühstück, einfachen Tagesgerichten und vielen Stammgästen.
Eiffel Tower
Ein rund 330 Meter hoher Eisenturm am Ufer der Seine und das bekannteste Bauwerk von Paris.
Champ de Mars picnic
Eine lange Rasenfläche zwischen Eiffelturm und École Militaire, der beliebteste Picknickplatz der Stadt.
Rodin Museum
Das Museum für das Werk von Auguste Rodin, untergebracht im Hôtel Biron mit einem großen Skulpturengarten.
Seine evening walk
Der Uferweg am linken Seine-Ufer zwischen Pont de l'Alma und dem Musée d'Orsay, streckenweise autofrei direkt am Wasser.
Cafe Constant
Ein kleines Bistro in der Rue Saint-Dominique im 7. Arrondissement, mit französischen Klassikern ohne großen Aufwand serviert.
Montmartre, Paris
Der letzte Tag hat zwei Hälften. Vormittags Montmartre, das sich immer noch wie ein Dorf auf einem Hügel anfühlt, mit Sacré-Cœur als weißem Fixpunkt und Gassen, die alle irgendwie bergauf führen. Nach einem langen Mittagessen in einer alten Auberge wechselst du ins Marais, und die Stimmung ist sofort eine andere. Flacher, städtischer, voller Läden. Die Place des Vosges ist der ruhige Gegenpol zum Trubel oben am Berg, und der Abend gehört einem provenzalischen Bistro mit engen Tischen und sehr viel Schokoladenmousse.
Montmartre lohnt sich früh. Um halb neun gehören dir die Gassen fast allein, ab zehn steht die Fotoschlange vor der Maison Rose. Der Aufstieg zur Basilika sind gut 200 Stufen, wer die sparen will, nimmt die Funiculaire, ein normaler Metro-Fahrschein gilt dafür. Der Eintritt in die Sacré-Cœur ist frei, für die Kuppel zahlst du extra und steigst noch einmal eine enge Wendeltreppe hinauf. In der Kirche gelten Schulter- und Knieregeln, im August also lieber ein leichtes Tuch dabeihaben. Der Wechsel vom Berg ins Marais dauert länger, als die Karte vermuten lässt, plane den Nachmittag entspannt. Und für das Chez Janou reservierst du besser ein paar Tage vorher, an Sommerabenden ist jeder Tisch belegt.
Oben in Montmartre läufst du alles zu Fuß. Von der Maison Rose zur Basilika sind es fünf Minuten bergauf, zur Place du Tertre noch einmal drei. Der Weg ins Marais ist der einzige längere Sprung des Tages. Ab Abbesses fährst du mit der Linie 12 bis Concorde und dort mit der Linie 1 weiter bis Saint-Paul, zusammen etwa eine halbe Stunde. Von Saint-Paul sind es fünf Minuten zu Fuß bis zur Place des Vosges, und das Chez Janou liegt gleich um die Ecke in der Rue Roger Verlomme.
Montmartre ist ein Wohnviertel und kein Freilichtmuseum. Vormittags gehen hier Leute zur Arbeit, bleib für ein Foto also nicht mitten in der Gasse stehen. Auf der Place du Tertre sprechen dich Porträtmaler an. Wer kein Bild will, sagt freundlich nein und geht weiter, wer eines will, klärt den Preis vorher. An der Treppe unterhalb der Basilika werden manchmal Armbänder ums Handgelenk geknüpft und danach Geld verlangt, halte die Hände einfach unten. Die Metro-Station Abbesses liegt sehr tief, nimm dort den Aufzug statt der langen Wendeltreppe.
La Maison Rose
Ein kleines, rosa gestrichenes Lokal an der Ecke Rue de l'Abreuvoir in Montmartre.
Sacre-Coeur
Eine weiße Basilika im römisch-byzantinischen Stil auf dem höchsten Punkt von Paris, mit Blick über die ganze Stadt.
Montmartre lanes
Das Gassennetz oben auf dem Hügel rund um die Place du Tertre, mit Kopfsteinpflaster, Treppen und einem eigenen Weinberg.
La Bonne Franquette
Ein historisches Gasthaus an der Ecke Rue des Saules und Rue Saint-Rustique in Montmartre, mit Innengarten.
Place des Vosges
Der älteste geplante Platz von Paris, ein Quadrat aus 36 gleichen Pavillons in rotem Backstein und hellem Stein, ringsum Arkaden.
Chez Janou
Ein kleines Bistro mit provenzalischer Küche in der Rue Roger Verlomme, wenige Schritte von der Place des Vosges.
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