Travolp.
Geteilte Reise· geteilt 7/27/2026

Three Days in,
Athens.

Athens, Greece

Reisepreis Preis auf Anfrage
8/21/2026 → 8/23/20262 Erwachsene
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↓ Die Reise
Tage
3 Tage
Stopps
18 Stopps
Reiseziele
1 Reiseziel
Reisende
2 Erwachsene
Interessen

antiquity, tavernas, markets, coast

Programm

3 Kapitel
Tag 18/21/2026

Akropolis, Museum und die Gassen von Plaka

Acropolis, Athens

Früh hinauf zum Parthenon, bevor die Hitze und die Reisegruppen kommen. Danach die hellen Säle des Akropolismuseums, und wenn der Tag abkühlt, die verwinkelten Gassen von Plaka.

Der Tag im Überblick

Dieser Tag gehört dem Felsen. Um acht ein Kaffee in Koukaki, um neun oben am Parthenon, solange die Luft noch erträglich ist und die Busse unten stehen. Zwei Stunden zwischen Propyläen, Erechtheion und dem Blick über die ganze Stadt reichen aus. Danach geht es bergab ins Akropolismuseum, wo die Glasböden über der ausgegrabenen antiken Stadt liegen und der Parthenonfries im obersten Stock wieder in seiner alten Reihenfolge hängt. Der Abend gehört Plaka, den neoklassizistischen Häusern und der Mnisikleous, die als Treppengasse voller Tavernentische nach oben führt.

Praktisches für unterwegs

Das Ticket für die Akropolis mit festem Zeitfenster buchst du vorher online, sonst wird die Schlange am Eingang lang. Es gibt ein Kombiticket, das mehrere Tage lang auch für die Antike Agora und weitere Ausgrabungen gilt, das rechnet sich schon ab dem zweiten Ort. Oben auf dem Felsen wächst kein Baum, also Hut, Sonnencreme und mindestens einen Liter Wasser einpacken. Feste Sohlen sind wichtig, der antike Marmor auf den Wegen ist blank poliert und rutschig. An Hitzetagen schließt die Akropolis mittags für einige Stunden, das steht morgens auf der Seite der Ephorie.

Von Stopp zu Stopp

Alles an diesem Tag liegt zu Fuß beieinander. Vom Café in der Drakou sind es rund fünfzehn Minuten bergauf zum Südeingang an der Metrostation Akropoli, und der Südeingang ist morgens deutlich entspannter als der Haupteingang im Westen. Vom Ausgang zum Museum läuft man zehn Minuten hinunter, zum Mittagessen in der Falirou noch einmal fünf. Nach Plaka führt die autofreie Dionysiou Areopagitou am Fuß des Felsens entlang, eine Viertelstunde gemütlich. Wenn die Füße nicht mehr wollen, ist ein Taxi innerhalb dieses Viertels billig.

Athener Gewohnheiten

Abendessen beginnt hier selten vor neun, und niemand drängt dich vom Tisch. Trinkgeld ist keine Pflicht, aufrunden oder fünf Prozent bar auf den Teller legen ist üblich. Auf der Akropolis sind Absatzschuhe verboten, weil sie den Fels beschädigen, das nehmen die Aufseher ernst. Wenn du in einer Taverne Wasser bestellst, kommt fast immer die Flasche aus dem Kühlschrank, Leitungswasser ist in Athen aber unbedenklich und kostenlos. Und ein Kaffee ist hier eine Sitzgelegenheit, kein Becher zum Mitnehmen.

  1. 01

    Kaya Specialty Coffee

    08:00 · 45m
    Öffnet früh, drinnen ist es eng, die Tische auf der Fußgängerzone Drakou sind die besseren. Filterkaffee und eine warme Spanakopita reichen als Frühstück, oben am Felsen bekommst du nichts mehr. Fülle hier gleich deine Wasserflasche auf. Vierzig Minuten genügen, der Aufstieg zum Südeingang dauert von hier rund eine Viertelstunde.
    Über diesen Ort

    Kleine Specialty-Coffee-Bar im Viertel Koukaki, an der Fußgängerzone Drakou wenige Minuten unterhalb der Akropolis.

    Geschichte
    Koukaki war lange ein reines Wohnviertel und hat sich erst nach der Eröffnung des Akropolismuseums 2009 zum Ausgehviertel entwickelt. Die Drakou wurde zur Fußgängerzone, und mit ihr kamen die kleinen Röstereien und Cafés der griechischen Specialty-Coffee-Welle der 2010er Jahre.
    Warum berühmt
    In der Nachbarschaft bekannt für sauber gebrühten Filterkaffee und Espresso, ein Gegenentwurf zu den großen Ketten rund um die Ausgrabungen.
    Wusstest du
    Griechenland trinkt seinen Kaffee überwiegend kalt. Der Freddo Espresso und der Freddo Cappuccino sind griechische Erfindungen und machen einen Großteil aller Bestellungen aus, gerade im Sommer.
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  2. 🚶walk· 21 min· 1.3 km↗ Directions
  3. 02

    Acropolis and Parthenon

    09:00 · 120m
    Nimm den Südeingang bei der Metro Akropoli, der Haupteingang im Westen staut sich morgens. Ticket mit Zeitfenster vorab buchen. Der Marmor auf den Wegen ist glatt poliert, Sohlen mit Profil helfen. Die Karyatiden am Erechtheion findest du auf der Nordseite, die Figuren dort sind Kopien. Zwei Stunden sind realistisch, Schatten gibt es fast keinen.
    Über diesen Ort

    Der Burgberg über Athen mit dem Parthenon, dem Erechtheion, dem Athena-Nike-Tempel und dem Torbau der Propyläen.

    Geschichte
    Die Perser zerstörten die Bauten auf dem Felsen 480 vor Christus. Unter Perikles wurde die Akropolis ab 447 vor Christus neu errichtet, der Parthenon entstand in nur rund fünfzehn Jahren unter der Leitung von Iktinos und Kallikrates, die Bildhauerarbeiten verantwortete Phidias. Später diente der Tempel als Kirche und als Moschee.
    Warum berühmt
    Der Parthenon gilt als Maßstab der klassischen griechischen Baukunst und steht bis heute als Symbol für die Stadt und für die Antike insgesamt.
    Wusstest du
    Der Parthenon war bis 1687 weitgehend intakt. Erst als die Osmanen Schießpulver im Tempel lagerten und venezianische Artillerie den Bau traf, riss es die Mitte auf. Die heutige Ruine ist also das Ergebnis eines einzigen Abends.
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  4. 🚶walk· 9 min· 700 m↗ Directions
  5. 03

    Acropolis Museum

    11:30 · 90m
    Klimatisiert und deshalb ideal für die Mittagshitze. Fang oben in der Parthenon-Halle an, solange du noch Kraft hast, und arbeite dich nach unten. Die Ausgrabung unter den Glasböden lässt sich auch begehen. Das Café im zweiten Stock hat eine Terrasse mit Blick auf den Felsen. Große Rucksäcke müssen in die Garderobe.
    Über diesen Ort

    Museum am Südhang der Akropolis, das die Funde vom Burgberg zeigt, darunter die erhaltenen Teile des Parthenonfrieses und die Original-Karyatiden des Erechtheions.

    Geschichte
    Der Bau von Bernard Tschumi und Michael Photiadis wurde 2009 eröffnet, nachdem das alte Museum oben auf dem Felsen längst zu klein war. Beim Aushub kam ein ganzes antikes Stadtviertel zum Vorschein, deshalb steht das Gebäude auf Stützen und gibt die Grabung unter Glasböden frei.
    Warum berühmt
    Das oberste Stockwerk zeigt den Parthenonfries in seiner ursprünglichen Anordnung, mit Gipsabgüssen an den Stellen, an denen die Originalplatten in London liegen.
    Wusstest du
    Die gläserne Parthenon-Halle ist gegenüber dem restlichen Gebäude verdreht, damit sie exakt zur Ausrichtung des Tempels passt. Sie hat die Maße der Cella, sodass jede Frieseplatte an ihrer richtigen Stelle hängt.
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  6. 🚶walk· 6 min· 500 m↗ Directions
  7. 04

    Mani Mani

    13:30 · 90m
    Die Küche kommt aus der Mani im Süden der Peloponnes, also viel Schwein, Zitrone und Bergkräuter. Abends ist eine Reservierung klüger, mittags kommst du meist so hinein. Das Lokal liegt eine Treppe hoch in der Falirou, vom Museum sind es fünf Minuten. Kleine Portionen bestellen und teilen lohnt sich, dann probierst du mehr.
    Über diesen Ort

    Restaurant in Koukaki, das die Küche der Mani, der mittleren Halbinsel der Peloponnes, in moderner Form kocht.

    Geschichte
    Die Mani war jahrhundertelang schwer zugänglich und arm an Ackerland, was eine sehr eigene Küche hervorgebracht hat, geprägt von Konservieren, Olivenöl und Wildkräutern. Das Lokal holt diese Regionalküche in die Stadt und arbeitet mit Zutaten von dort.
    Warum berühmt
    Es gehört zu den Adressen, die Athener nennen, wenn Besuch gutes griechisches Essen abseits der Touristenmeile sucht.
    Wusstest du
    In der Mani stehen bis heute die Wohntürme der verfeindeten Familienclans. Aus derselben Region stammt Siglino, in Zitrusblättern geräuchertes Schweinefleisch, das ohne Kühlung haltbar war.
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  8. 🚶walk· 9 min· 600 m↗ Directions
  9. 05

    Plaka lanes

    18:00 · 90m
    Ab dem späten Nachmittag wird es hier erträglich. Halte dich an Mnisikleous, Erechtheos und die Stufen Richtung Anafiotika, die Adrianou ist die Souvenirmeile. Die Kellner, die dich vor den Tavernen ansprechen, kannst du freundlich abwinken. Der beste Platz ist eine Treppenstufe mit Blick über die Dächer.
    Über diesen Ort

    Das älteste durchgehend bewohnte Viertel Athens, direkt unter dem Nord- und Osthang der Akropolis, mit neoklassizistischen Häusern und engen Treppengassen.

    Geschichte
    Plaka wuchs über der antiken Stadt und wurde im 19. Jahrhundert nach der Gründung des griechischen Staates neoklassizistisch überbaut. In den 1970er und 1980er Jahren hatten sich Bars und Diskotheken ausgebreitet, ein Sanierungsprogramm schloss sie wieder und machte die Straßen weitgehend autofrei.
    Warum berühmt
    Die Mischung aus Ausgrabungen, Bougainvillea und Tavernentischen auf Treppenstufen ist das Bild, das die meisten Menschen von Athen im Kopf haben.
    Wusstest du
    Mitten im Viertel liegen mehrere antike Grabungsfelder frei zwischen Wohnhäusern, weil beim Bau der Metro und bei Hausumbauten immer wieder Reste der antiken Stadt auftauchten.
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  10. 🚶walk· 4 min· 200 m↗ Directions
  11. 06

    Palia Taverna tou Psarra

    20:00 · 120m
    Reservieren lohnt sich, vor allem für die Tische draußen an der Erechtheos. Gegrillter Oktopus und geschmortes Lamm sind das, was hier fast alle bestellen. Der offene Hauswein ist in Ordnung und kostet einen Bruchteil der Flaschen. Rechne mit zwei Stunden, gehetzt wird hier niemand.
    Über diesen Ort

    Traditionelle Taverne an der Erechtheos in Plaka, mit Tischen auf der Treppengasse unter Bäumen.

    Geschichte
    Das Lokal besteht seit 1898 am selben Ort und gehört damit zu den ältesten noch arbeitenden Tavernen des Viertels. Es hat die Zeit überstanden, in der Plaka fast vollständig zum Nachtclubviertel wurde, und kocht weiter die klassische Karte vom Grill und aus dem Ofen.
    Warum berühmt
    Bekannt für die Lage auf den Stufen unterhalb der Akropolis und für Gerichte wie Oktopus vom Grill und langsam geschmortes Lamm.
    Wusstest du
    Als hier zum ersten Mal aufgetischt wurde, waren die ersten neuzeitlichen Olympischen Spiele von Athen gerade zwei Jahre her, und die Ausgrabung der Antiken Agora hatte noch nicht einmal begonnen.
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Tag 28/22/2026

Antike Agora, Monastiraki und Anafiotika

Monastiraki, Athens

Vormittags zwischen den Säulen der Agora, wo Athen regiert und gestritten hat, danach durch die Trödelstände von Monastiraki. Am Nachmittag hinauf nach Anafiotika, das aussieht, als hätte jemand ein Kykladendorf unter den Felsen gestellt.

Der Tag im Überblick

Heute liegt das antike Athen ebenerdig vor dir statt oben auf dem Felsen. Die Agora war Markt, Gericht und Versammlungsplatz zugleich, und mittendrin steht mit dem Hephaisteion der besterhaltene dorische Tempel des Landes. Danach wird es voll und laut. Rund um den Avissinias-Platz stapeln sich Möbel, Schallplatten und Militärkram, dazwischen viel Souvenir. Am Nachmittag der ruhigste Teil des Tages: die weiß gekalkten Treppengassen von Anafiotika direkt unter der Nordwand der Akropolis. Zum Abschluss ein Dachterrassentisch an der Adrianou, wenn der Felsen angestrahlt ist.

Vorbereitung und Preise

Das Kombiticket vom Vortag gilt in der Agora weiter, sonst löst du dort ein Einzelticket. Der große Flohmarkt ist Sonntagvormittag, an einem Samstag hast du die festen Antiquitätenläden und die Stände am Avissinias-Platz, das ist ruhiger und oft ergiebiger. Handeln ist normal, aber in kleinen Schritten und freundlich. Im Gedränge gehört das Portemonnaie nach vorn. Für den Dachtisch bei Kuzina reservierst du am besten ein paar Tage vorher und sagst ausdrücklich, dass du oben sitzen willst, sonst landest du unten an der Straße.

Wege zwischen den Stopps

Die Metrostation Monastiraki (Linien 1 und 3) ist der Ankerpunkt, ein Einzelticket gilt neunzig Minuten für alle Umstiege. Vom Café in der Iraklidon läufst du zehn Minuten die Apostolou Pavlou hinunter zum Agora-Eingang. Von der Agora zum Flohmarkt sind es fünf Minuten die Adrianou entlang, zum Kebab an der Mitropoleos noch einmal fünf. Nach Anafiotika geht es über die Stratonos hinauf, gut zehn Minuten, teils über unebene Stufen. Am Abend bist du von dort in einer knappen Viertelstunde wieder bei der Adrianou.

Kultur und Alltag

Anafiotika ist kein Freilichtmuseum, sondern ein bewohntes Viertel. Leise sein, nicht in offene Höfe fotografieren, keine Wäscheleinen als Kulisse benutzen. In Monastiraki sprechen dich Kellner direkt an und laden dich herein, ein freundliches Kopfnicken reicht als Absage. Das Wort Kebab heißt in Athen etwas anderes als in Berlin, es kommt gewürztes Hackfleisch auf Pita, und der Drehspieß heißt Gyros. Sonntags haben die meisten Läden geschlossen, Tavernen und Cafés dagegen sind dann besonders gut besucht, weil ganz Athen zum langen Mittagessen ausgeht.

  1. 01

    The Underdog

    08:30 · 45m
    An der Fußgängerzone Iraklidon, der Innenhof ist der beste Platz. Espresso, Filter oder ein Freddo, dazu ein Brunchteller. Am Wochenende wird es ab zehn voll, um halb neun hast du noch Ruhe. Zur Agora läufst du gut zehn Minuten die Apostolou Pavlou hinunter.
    Über diesen Ort

    Kleine Rösterei und Café in Thiseio, untergebracht in einem alten Haus an der Fußgängerzone Iraklidon, mit Innenhof.

    Geschichte
    Das Café entstand aus der Athener Specialty-Coffee-Szene, die nach 2010 gewachsen ist, als eine Generation junger Barista eigene Läden aufmachte statt in Ketten zu arbeiten. Geröstet wird in kleinen Mengen für den eigenen Ausschank.
    Warum berühmt
    Bekannt für ambitionierte Zubereitung und für Barista, die bei griechischen und internationalen Meisterschaften antreten, dazu für den Brunch im Hof.
    Wusstest du
    Die autofreie Verbindung vor der Tür gehört zur sogenannten Vereinigung der archäologischen Stätten, einem Fußweg, der vor den Olympischen Spielen 2004 angelegt wurde und heute vom Olympieion bis nach Thiseio führt.
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  2. 🚶walk· 7 min· 500 m↗ Directions
  3. 02

    Ancient Agora

    09:30 · 90m
    Der Eingang an der Adrianou ist der bequemere. Geh zuerst hinauf zum Hephaisteion, der Weg liegt am Morgen noch im Schatten. Die wieder aufgebaute Stoa des Attalos beherbergt das Museum und ist angenehm kühl. Im Gras leben Schildkröten. Das Kombiticket der Akropolis gilt hier mit.
    Über diesen Ort

    Das Ausgrabungsgelände der Antiken Agora westlich der Akropolis, dem Markt-, Gerichts- und Versammlungsplatz des klassischen Athen.

    Geschichte
    Ab dem 6. Jahrhundert vor Christus entstand hier das Zentrum des öffentlichen Lebens. Die Amerikanische Schule für Klassische Studien gräbt das Gelände seit den 1930er Jahren aus und baute in den 1950er Jahren die Stoa des Attalos aus dem 2. Jahrhundert vor Christus wieder auf, die heute das Grabungsmuseum ist.
    Warum berühmt
    Hier lehrte Sokrates, hier wurde per Los und per Scherbengericht über die Stadt entschieden, und hier steht mit dem Hephaisteion der besterhaltene dorische Tempel Griechenlands.
    Wusstest du
    Das Hephaisteion ist so gut erhalten, weil es über tausend Jahre lang als christliche Kirche genutzt wurde. Erst 1834 wurde es entwidmet und dem neuen griechischen Staat als Museum übergeben.
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  4. 🚶walk· 6 min· 400 m↗ Directions
  5. 03

    Monastiraki flea market

    11:30 · 75m
    Samstags sind vor allem die Antiquitäten- und Trödelläden am Avissinias-Platz offen, der große Flohmarkt läuft Sonntagvormittag. Die Ifestou ist inzwischen überwiegend Souvenir. Handeln ist üblich, aber in kleinen Schritten und mit einem Lächeln. Im Gedränge gehört das Portemonnaie nach vorn.
    Über diesen Ort

    Trödel- und Antiquitätenmarkt rund um den Avissinias-Platz und die Ifestou, gleich neben dem Platz von Monastiraki.

    Geschichte
    Der Handel an dieser Stelle geht auf das osmanische Athen und die Basare der Unterstadt zurück. Rund um den Avissinias-Platz siedelten sich im 19. und 20. Jahrhundert Möbelhändler, Trödler und Werkstätten an, und aus dieser Mischung wurde der heutige Markt.
    Warum berühmt
    Der Sonntagsmarkt ist ein fester Termin im Athener Kalender, mit allem von Grammophonen und Kupfergeschirr bis zu Militärabzeichen und alten Landkarten.
    Wusstest du
    In der Metrostation Monastiraki fließt der antike Fluss Eridanos durch ein Stück freigelegtes Bett unter der Bahnsteigebene, sichtbar hinter Glas.
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  6. 🚶walk· 1 min· 100 m↗ Directions
  7. 04

    O Thanasis

    13:00 · 75m
    Kebab heißt hier gewürztes Hackfleisch auf Pita mit Joghurt, Tomate und Zwiebel, nicht das Fleisch vom Drehspieß. Drinnen wird bedient, draußen an der Mitropoleos sitzt man besser. Gegen eins ist Hochbetrieb, dann wartet man kurz auf einen Tisch. Bar zahlen geht am schnellsten.
    Über diesen Ort

    Bekanntes Souvlaki- und Kebab-Lokal an der Mitropoleos, wenige Schritte vom Platz von Monastiraki, mit Tischen auf der Straße.

    Geschichte
    Das Haus gehört zu den alten Grillküchen des Viertels und arbeitet seit Jahrzehnten mit derselben Karte. Rund um Monastiraki hat sich daraus eine ganze Straße von Souvlaki-Lokalen entwickelt, die vom Mittagsgeschäft bis tief in die Nacht durchläuft.
    Warum berühmt
    Athener kommen wegen des Kebab mit Joghurt und der gegrillten Spieße, Besucher wegen der Tische mit Blick auf den Platz.
    Wusstest du
    Wer in Athen Souvlaki bestellt, meint meist die gefüllte Pita, während der nackte Spieß Kalamaki heißt. In Thessaloniki ist es genau umgekehrt, und beide Seiten finden die jeweils andere Bezeichnung falsch.
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  8. 🚶walk· 18 min· 1.1 km↗ Directions
  9. 05

    Anafiotika

    16:00 · 60m
    Anafiotika ist ein bewohntes Viertel, also leise sein und nicht in offene Höfe fotografieren. Der Zugang über die Stratonos ist am einfachsten zu finden. Feste Schuhe helfen, die Stufen sind uneben und stellenweise glatt. Eine Stunde reicht, danach kommst du oben Richtung Plaka wieder heraus.
    Über diesen Ort

    Winziges Viertel aus weiß gekalkten Häusern und Treppengassen an der Nordflanke des Akropolisfelsens, gebaut im Stil der Kykladen.

    Geschichte
    In den 1860er Jahren holte man Bauleute von der Kykladeninsel Anafi nach Athen, unter anderem für den Palast von König Otto. Sie errichteten sich am Hang eigene Häuser in der Bauweise ihrer Heimat, daher der Name des Viertels. Ein Teil der Häuser wurde in den 1970er Jahren für Ausgrabungen abgerissen.
    Warum berühmt
    Die Gassen sehen aus wie ein Inseldorf, liegen aber mitten in der Hauptstadt, wenige Meter unter dem Parthenon.
    Wusstest du
    Die Bewohner nutzten das Blau und Weiß der Kykladen, obwohl in Athen ganz anders gebaut wurde. Erhalten sind heute nur noch wenige Dutzend der ursprünglichen Häuser.
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  10. 🚶walk· 19 min· 1.6 km↗ Directions
  11. 06

    Kuzina

    20:00 · 120m
    Der Tisch auf dem Dach ist der Grund herzukommen, verlange ihn beim Reservieren ausdrücklich. Ab Sonnenuntergang ist die Akropolis angestrahlt. Auf der Karte steht moderne griechische Küche, über die Vorspeisen zum Teilen kommst du am besten durch. Unten an der Adrianou sitzt man auch gut, nur ohne Blick.
    Über diesen Ort

    Restaurant an der Adrianou in Thiseio, direkt am Zaun der Antiken Agora, mit Dachterrasse gegenüber der Akropolis.

    Geschichte
    Die Adrianou entwickelte sich nach der Sanierung der Grabungsränder und dem autofreien Umbau vor 2004 zur Restaurantzeile. Das Lokal kocht griechische Klassiker in einer leichteren, moderneren Fassung.
    Warum berühmt
    Vor allem wegen der Dachterrasse, von der aus Agora und angestrahlter Felsen zusammen im Bild liegen.
    Wusstest du
    Die Adrianou gilt als eine der ältesten durchgehend genutzten Straßen Athens, ihr Verlauf folgt in Teilen einer antiken Trasse am Rand der Agora.
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Tag 38/23/2026

Athener Riviera bis Kap Sounio

Cape Sounion, Greece

Frühstück am Sand von Glyfada und ein langes Bad im warmen See von Vouliagmeni. Danach die Küste entlang bis Kap Sounio, wo die Sonne hinter den Säulen des Poseidontempels ins Meer sinkt.

Der Tag im Überblick

Heute geht es raus aus der Stadt und die Küste hinunter. Erst Frühstück am Wasser in Glyfada, dann der See von Vouliagmeni, ein von unten gespeister Brackwassersee zwischen steilen Felswänden, in dem man ohne Anstrengung treibt. Mittags Fisch auf einer Terrasse über dem Meer, nachmittags eine letzte Runde schwimmen in der Bucht unterhalb des Kaps. Der Höhepunkt kommt zum Schluss. Auf der Klippe von Sounio stehen die Säulen des Poseidontempels seit dem 5. Jahrhundert vor Christus, und die Sonne geht genau dahinter unter.

Was du einpacken solltest

Badesachen und ein zweites Handtuch, weil du zweimal ins Wasser gehst. Badeschuhe helfen am See und in der Bucht, der Einstieg ist steinig. Sonnenschutz für den ganzen Tag, denn Schatten gibt es an keinem der Stopps zuverlässig. Für den Abend eine leichte Jacke, auf dem Kap weht fast immer Wind. Am See wird Eintritt kassiert, Liege und Schirm sind meist dabei. Beim Tempel schließt die Kasse kurz vor Sonnenuntergang, Ende August also gegen acht, plane also lieber eine Stunde Puffer ein.

Unterwegs an der Küste

Am einfachsten ist ein Mietwagen oder ein fest vereinbartes Taxi für den ganzen Tag, weil die Stopps siebzig Kilometer auseinanderliegen. Öffentlich fährt der KTEL-Bus nach Sounio von der Mavromateon am Pedion tou Areos, die Küstenroute braucht rund zwei Stunden und hält an der Straße unterhalb des Tempels. Zwischen Glyfada und Vouliagmeni sind es zwanzig Minuten, von dort bis zum Kap noch einmal fünfundvierzig. An einem Sonntag fährt halb Athen ans Meer, auf der Poseidonos kann es zäh werden.

Sitten und Gepflogenheiten

In Fischtavernen wird nach Gewicht abgerechnet. Der Fisch wird dir roh gezeigt, du fragst nach dem Kilopreis, bevor er auf den Grill kommt, das ist völlig normal und niemand nimmt es krumm. FKK ist an den offiziellen Stränden nicht üblich, an den kleinen Buchten unterhalb von Vouliagmeni schon. Abendessen um neun ist hier früh, um halb elf sitzt die Küste erst richtig am Tisch. Und das Papier gehört in Griechenland weiterhin in den Eimer neben der Toilette, nicht ins Becken.

  1. 01

    Balux House Project

    09:00 · 75m
    Direkt am Sand von Glyfada, Frühstück gibt es bis in den späten Vormittag. Die Liegen am Wasser kosten extra, für einen Kaffee reicht die Terrasse. Sonntags wird es ab elf voll, früh kommen lohnt sich. Zum See von Vouliagmeni sind es an der Küste entlang etwa zwanzig Minuten mit dem Auto.
    Über diesen Ort

    Café und Strandlokal direkt am Sand von Glyfada, am nördlichen Anfang der Athener Riviera.

    Geschichte
    Glyfada wuchs im 20. Jahrhundert zum wohlhabenden Küstenvorort, begünstigt durch die Straßenbahn an die Küste und später durch den Flughafen nebenan. Die alten Strandbäder wurden nach und nach zu Lokalen umgebaut, die vom Frühstück bis in die Nacht durchlaufen.
    Warum berühmt
    Steht für den Athener Sommeralltag, in dem man vormittags am Wasser frühstückt statt in der Stadt.
    Wusstest du
    Direkt nebenan lag bis 2001 der alte Athener Flughafen Ellinikon. Auf dem Gelände entsteht heute einer der größten neuen Küstenparks Europas, weshalb sich die Riviera gerade stark verändert.
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  2. 🚗drive· 12 min· 7.3 km↗ Directions
  3. 02

    Lake Vouliagmeni

    11:00 · 90m
    Eintritt wird kassiert, Liege und Schirm sind meist dabei. Das Wasser bleibt das ganze Jahr über warm, meist um die 24 Grad, und der Salzgehalt trägt gut. Die kleinen Fische knabbern an den Füßen, das kitzelt und ist harmlos. Handtuch und Badeschuhe mitnehmen, der Einstieg über die Stege ist steinig.
    Über diesen Ort

    Warmer Brackwassersee zwischen steilen Felswänden bei Vouliagmeni, gespeist von unterirdischen Quellen und über Tunnel mit dem Meer verbunden.

    Geschichte
    Der See entstand, als die Decke einer großen Karsthöhle einbrach. Aus dem Hymettos strömt mineralreiches Süßwasser unterirdisch zu und mischt sich mit Meerwasser. Seit dem frühen 20. Jahrhundert wird der See als Heilbad genutzt, das Ufer ist als Badeanlage ausgebaut.
    Warum berühmt
    Man schwimmt hier auch im Winter, weil das Wasser dank der Quellen kaum abkühlt, und das Ufer wird von rund achtzig Meter hohen Felswänden gerahmt.
    Wusstest du
    Unter dem See liegt ein weit verzweigtes Höhlensystem, das Taucher über Kilometer vermessen haben. Es gehört zu den anspruchsvollsten Tauchrevieren Griechenlands und ist für Badegäste gesperrt.
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  4. 🚗drive· 45 min· 43.1 km↗ Directions
  5. 03

    Taverna Syrtaki

    14:00 · 90m
    Fisch wird nach Gewicht abgerechnet, frag vor dem Grillen nach dem Kilopreis. Oktopus in Wein und ein Salat reichen für zwei Personen. Die Terrasse über dem Wasser ist der Grund für den Stopp, am Wochenende lieber vorher anrufen. Bis zum Tempel sind es von hier nur wenige Minuten.
    Über diesen Ort

    Fischtaverne an der Küste kurz vor Kap Sounio, mit Terrasse direkt über dem Wasser und Blick zum Kap.

    Geschichte
    Entlang der Küstenstraße nach Sounio entstanden Tavernen, sobald Athener das Kap als Tagesziel für sich entdeckten. Die Häuser leben seither vom Fang der kleinen Boote und vom Ausflugsverkehr an den Wochenenden.
    Warum berühmt
    Fester Stopp für alle, die zum Sonnenuntergang zum Poseidontempel fahren und vorher noch essen wollen.
    Wusstest du
    In griechischen Fischtavernen darf man in die Kühlvitrine schauen und den Fisch selbst aussuchen. Der Preis pro Kilo steht auf der Karte, gewogen wird vor dem Grillen, und danach zu fragen gilt als selbstverständlich.
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  6. 🚶walk· 14 min· 1 km↗ Directions
  7. 04

    Sounio Beach

    16:00 · 90m
    Kleine Bucht unterhalb des Kaps mit klarem Wasser und wenig Schatten. Es gibt einfache Liegen und einen Kiosk, mehr nicht. Anderthalb Stunden reichen zum Schwimmen und Trocknen. Plane den Weg hinauf zum Tempel so, dass du mindestens eine Stunde vor Sonnenuntergang oben bist.
    Über diesen Ort

    Flache Sandbucht unterhalb des Kaps von Sounio, in Sichtweite des Poseidontempels.

    Geschichte
    Die Bucht lag im Altertum am Rand des befestigten Hafenbezirks von Sounion, der die Schifffahrt vor der Südspitze Attikas sicherte. Heute ist sie ein einfacher Badestrand am Ende der Küstenstraße.
    Warum berühmt
    Es ist der letzte Ort zum Schwimmen, bevor man zum Sonnenuntergang auf die Klippe steigt, und der Tempel steht dabei über einem am Felsen.
    Wusstest du
    Die Meerenge vor dem Kap war eine der wichtigsten Schifffahrtslinien der Antike, weil das Getreide für Athen von Norden hier vorbeimusste. Deshalb wurde Sounion im Peloponnesischen Krieg stark befestigt.
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  8. 🚶walk· 28 min· 1.9 km↗ Directions
  9. 05

    Cape Sounion, Temple of Poseidon

    18:30 · 120m
    Die Kasse schließt kurz vor Sonnenuntergang, Ende August also gegen acht, komm früher. Von der Nordseite hast du die Säulen im Abendlicht, von der Westseite die Sonne über dem Meer. Byrons eingeritzter Name steht an einem der Pfeiler beim Eingang, er war nicht der Einzige. Auf dem Kap weht fast immer Wind.
    Über diesen Ort

    Dorischer Marmortempel für Poseidon auf einer sechzig Meter hohen Klippe an der Südspitze Attikas, von der man das Ägäische Meer überblickt.

    Geschichte
    Ein Vorgängerbau wurde 480 vor Christus von den Persern zerstört. Um 440 vor Christus entstand der heutige Tempel aus Marmor, der in der Nähe gebrochen wurde. Auf demselben Kap stand außerdem ein Heiligtum der Athena, und um beide herum lief eine Festungsmauer.
    Warum berühmt
    Von den ursprünglich vierunddreißig Säulen stehen noch etwa fünfzehn, und der Sonnenuntergang hinter ihnen ist seit dem 19. Jahrhundert ein fester Punkt jeder Griechenlandreise.
    Wusstest du
    Lord Byron ritzte seinen Namen um 1810 in den Marmor und schrieb später die Zeile über den Felsen von Sounion, die den Ort in ganz Europa bekannt machte. Heute steht auf das Einritzen eine hohe Strafe.
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  10. 🚗drive· 53 min· 46.7 km↗ Directions
  11. 06

    Island Athens Riviera

    21:15 · 120m
    Reservierung ist Pflicht, vor allem für die Tische an der Kante zum Meer. Das Lokal öffnet nur im Sommer und füllt sich spät, gegen halb zehn passt es gut. Die Küche ist mediterran und nicht günstig. Auf dem Rückweg nach Athen liegt es direkt an der Küstenstraße bei Varkiza.
    Über diesen Ort

    Weiß gekalktes Restaurant mit Bar an der Küstenstraße zwischen Vouliagmeni und Varkiza, auf einer Terrasse über dem Meer.

    Geschichte
    Die Athener Riviera hat seit den 1990er Jahren eine Reihe von Sommerlokalen hervorgebracht, die im Stil der Kykladen gebaut sind und nur in der warmen Jahreszeit arbeiten. Dieses Haus gehört zu den bekanntesten davon.
    Warum berühmt
    Steht für das Athener Sommerprogramm aus spätem Abendessen am Wasser und anschließender Bar unter freiem Himmel.
    Wusstest du
    Viele Athener Lokale und Clubs ziehen im Mai an die Küste und im Oktober zurück in die Stadt, oft mit demselben Team und demselben Namen. Ein Sommer- und ein Winterstandort sind hier ganz normal.
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